Wirbelsäule
Die Wirbelsäule besteht aus den durch kleine Gelenke
verbundenen Wirbeln, dazwischen liegenden Bandscheiben und den kräftigen
Bandapparaten, die unsere Wirbelsäule stabilisieren. Diese flexible Architektur
ermöglicht einerseits die aufrechte Haltung, ebenso aber die freie Beweglichkeit
des Rumpfes. Die Wirbelsäule ist ständig maximalen Belastungen ausgesetzt, so
dass es im Alter zur Ausbildung von mehr oder weniger ausgeprägten
Verschleisserscheinungen kommen kann.
Der untere Abschnitt unserer
Wirbelsäule wird als Lendenwirbelsäule (LWS) bezeichnet. Hier finden wir beim
Menschen 5 Wirbelkörper, genauer gesagt Lendenwirbelkörper. Beim Menschen wird
die Lendenwirbelsäule bedingt durch den aufrechten Gang und als Basis des
Rumpfes maximal belastet. Durch diese permanenten Belastungen sind schmerzhafte
Reizzustände nicht selten. Mit dem allgemeingültigen Oberbegriff "Kreuzschmerz"
bezeichnen wir das banale Schmerzsyndrom, sowie auch den operativ zu
behandelnden Bandscheibenschaden. Hier wird standardisiert eine große Palette
von Krankheitsbildern zusammengefasst. Die Form und das Aussehen der
Lendenwirbelsäule unterliegt beim Menschen einer großen Variabilität, man nimmt
an, dass hier die aufrechte Körperhaltung entwicklungsgeschichtlich noch nicht
vollständig verarbeitet ist.
An der Wirbelsäule gibt es verschiedene
Indikationen, die unterschiedliche Behandlungsmethoden erfordern.
Wir
unterscheiden folgende Therapieverfahren
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Nichtmedikamentöse Therapie:
Sport, Physiotherapie, Gewichtsabnahme, manuelle Therapie, Orthesen, Akupunktur -
Medikamentöse Therapie
Paracetamol, NSAR, Opioid-Analgetika -
Lokale Injektionsbehandlungen
Injektionen mit Lokalanästhetika und/oder Glucocorticosteroiden -
Sacrale Umflutung
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Operationen
Folgende Operationen an der Wirbelsäule werden in unserem Haus durchgeführt
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Nukleotomien (Bandscheibenoperationen)
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Stabilisierungen
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Kyphoplastien (Aufrichtungen)
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Spinalkanalerweiterungen und Laminektomien
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Versteifungen

Bandscheibenvorfälle werden außer bei akuten Lähmungen, zunächst ohne Operation durch unser Spezialistenteam von Neurochirurgen, Orthopäden, Schmerztherapeutin und Krankengymnastik behandelt.
Wenn nach einer Woche keine deutliche Besserung eintritt, kann über einen kleinen Schnitt die Bandscheibe entfernt werden.

Wirbelköperstabilisierung
Bei Wirbelgleiten oder Instabilitäten kann man mit Wirbelschrauben und Stangen korrigieren und stabilisieren.
Bei der Spinalen Enge wird zusätzlich noch der Raum erweitert. Manchmal ist eine zusätzliche Stabilisierung notwendig.

Wirbelkörperaufrichtungen (Kyphoplastien),
kann man z.B. bei osteoporotischen Wirbelkörperbrüchen durchführen, die nicht älter als 8-10 Wochen sind und sehr schmerzhaft sein können. Dazu wird in Narkose ein Ballon in den Wirbelkörper eingebracht und durch aufblasen mit „Wasser“ der Bruch aufgerichtet. Dann kann er mit Knochenzement stabilisiert werden. Dies führt in der Regel zu einer deutlichen Schmerzbesserung und die Wirbelsäule ist wieder gerader als nach dem Bruch. Insbesondere Frauen mit Osteoporosen kann so geholfen werden. Die Entscheidung zu so einer Operation wird immer anhand einer MRT-Untersuchung getroffen.





